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Kamele, Kamele!

Heute ging ich
mal spazieren,
einfach so
da rum flanieren
und ich traf
auf zwei Kamele
mit den Namen Urs
und Nele.

Huch – das sagte ich
zu mir –
woher kommt denn
das Getier?

Wirklich nett, so zwei
Kamele,
Sag mal, Urs –
und auch Du, Nele,
mögt Ihr denn die
grüne Wiese
oder findet Ihr dieselbe
fiese?

„Ja, die schmeckt.“
sagt Urs da kauend,
munter durch die Gegend
schauend.
„Saftig ist sie obendrein“
und Nele ruft, „is alles mein“.

Fehlt Euch denn die Wüste nicht?
Die? Kam uns nie zu Gesicht. Wir
sind Sklaven schon so
lange, davon wird uns nicht mehr
bange. Denn wir kennen es nur so,
und sind manchmal trotzdem froh.

Denn das eine muss man sagen,
dieses wolln wir gern tragen,
wenn wir dafür frei hier stehn,
durch den grünen Park mal gehn,
das ist besser als ein Zoo
die da drin sind niemals froh.

Ja, ich nicke ganz
bedächtig (und ich fühlt mich
ach so schmächtig),
was der Mensch dem Tiere tut,
macht er niemals
wieder gut.

 


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